Orte mit Seelen, kleine, ehrliche Shopping Oasen, mehr Bewusstsein für den Konsum, Exklusivität und mehr Kontakt zu begeisterten Menschen: Genau das ist es, wonach sich die leidenschaftliche Künstlerin Nadine Kulis sehnt. Dies ist auch der Grund warum sie ihrer Leidenschaft, dem Malen, nachgegangen ist. Nun verkauft sie ihre eigenen außergewöhnlichen Werke und bietet Interior-Fans damit bezahlbare Kunst. Inspiriert von weiblichen Ikonen der Kunst und Popkultur wie Frida Kahlo, Cindy Sherman, Kate Bush oder Grace Jones, fokussieren ihre Bilder oft das Gesicht mit einem Hauch Exzentrik und am liebsten in Gestalt einer starken Frau. Dabei sind ihre Kunstwerke dekorativ, illustrativ oder linear. Alte Traditionen bzw. Kompositionen der Portraitmalerei verwandelt Nadine dabei in ein zeitgenössisches Setting. Ihre Arbeiten verbinden modische Aspekte mit verführerischer Weiblichkeit, naivem Malstil und frontalen Blicken. In dem sehr persönlichen Interview mit Nadine erfahrt ihr alles über ihre Inspirationen und wie es hinter den Leinwänden bei Nadine aussieht. Mit dem Code: “nadinekulis“ erhaltet ihr diese Woche außerdem 20% Rabatt auf alle ihre wunderschönen Bilder! Exklusiv bei Sugartends.
Was steckt hinter Nadine Kulis Art und was macht deine Werke so besonders? Was hast du vorher gemacht?
Man sieht meinen Bildern schon ziemlich deutlich an, dass ich aus dem Modedesign Bereich komme. Ich habe erst Kunst in London studiert und später Modedesign in Antwerpen. Nach dem Studium habe ich mich selbständig gemacht mit meiner eigenen Kollektion. Später wurde daraus eine Design Agentur. Ich habe Trendvorträge gehalten, Bücher herausgebracht, Designs für große Marken entwickelt… und irgendwann kam der Punkt, an dem ich aus dem saisonalen Hamsterrad aussteigen wollte und das tun wollte, was mich wirklich glücklich macht: Malen! Seit 2018 habe ein Atelier in Köln. Also kein Ladenlokal im herkömmlichen Sinne. Meine Arbeiten zeige ich bei Ausstellungen und glücklicherweise nun auch hier bei „sugartrends.com“

Was inspiriert dich am meisten?
Am meisten inspirieren mich Menschen, Werke und Produkte, die ich selber gerne wäre oder geschaffen hätte. Da flammt auf einmal etwas in meinem Herzen auf, mit dem ich mich stark identifiziere und mir Orientierung in meinen eigenem Lebens- und Schaffensweg gibt. Ich übernehme dann Teile daraus in meine Arbeit. Das sind manchmal ganz konkrete Dinge wie eine spannende Farbkomposition aus einem Boutique Hotel in Miami oder der Pinselstrich eines Henri Matisse. Ein anderes Mal ist es einfach ein positives Lebensgefühl, daß sich im Wertewandel der aktuellen Gesellschaft zeigt, wie zum Beispiel die Dessous-Modenschau einer amerikanischen Sängerin, mit einer starken Aussage zu Bodydiversity und Female Empowerment. Das alles sind Elemente, die ich in meinen Arbeiten integriere und neu interpretiere.

Sugartrends steht für #shoplikealocal – was bedeutet dieses Konzept für dich?
Die Innenstadt stresst mich mittlerweile! Wirklich! Es gibt wenig Neues zu entdecken. Ich sehe kaum noch Unterschiede zwischen den verschieden Großen Marken, ob Zara und H&M oder bei Chanel und Louis Vuitton. Man läuft durch die Läden und fühlt sich von vorne bis hinten ordentlich „durchmanipuliert” mit Düften, Musik, „Fashion-Must-Haves”, von Sonderangeboten bis Statussymbolen. Wie im Rausch! Allerdings sind wir doch alle mittlerweile so overloaded und abgestumpft, dass wir uns doch immer mehr nach Orten mit „Seele” sehnen, kleine „Shopping Oasen“. Für mich steht das #shoplikealokal Prinzip genau dafür. Das Lebensgefühl wird von Sugartrends perfekt in die Online-Welt übersetzt. Es geht auch um mehr Bewusstsein beim Konsum. Wenn ich durch die Boutiquen im Belgischen Viertel schlendere, erfahre ich oft etwas über die Geschichte hinter einem Produkt und bekomme ein Gefühl von Exklusivität, das nicht vergleichbar ist mit dem fragwürdigen Statussymbolcharakter einer „Luxushandtasche”. Darüber hinaus ist es auch der Kontakt zu den Menschen, die das Ladenkonzept entwickelt haben. Da ergibt sich einfach auch mal nebenbei ein nettes Gespräch mit dem Ladenbesitzer und man erfährt ganz nebenbei noch den neuesten Klatsch und Tratsch aus der Nachbarschaft. Bei Zara erzählt mir jedenfalls keiner, daß der Nachbar von Gegenüber mal Au Pair Boy bei Tom Hanks in Hollywood war…

Wie bist du zu Sugartrends gekommen?
Eine Mitarbeiterin von Euch, mit einem Namen, um den ich Sie beneide (Chelsey Eliott), hat mich auf Instagram entdeckt und angeschrieben. Ich bin bisher mit meinen Werken noch nicht in einem Online-Shop vertreten und fand die Idee großartig. Eine „Limited Edition Art Print” Serie ist exklusiv bei sugartrends.com erhältlich. In Zeiten von Instagram und Pinterest wird der Wunsch nach stilvollen Interior-Accessoires größer und dazu gehört auch bezahlbare Kunst.

Was ist dein Lieblingsladen?
Schwierige Entscheidung…Im Belgischen Viertel gibt es einen tollen Buchladen, der immer am Puls der Zeit ist: „Siebter Himmel”. Ich muss zugeben, ich liebe diesen Laden und gehe meistens nie hinaus ohne etwas gekauft zu haben.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?
Da habe ich schon eine Szene glasklar vor Augen: Ich komme am frühen Abend nach Hause, schliesse die Tür auf und trete ein. Mein Mann sitzt mit den Kindern am Küchentisch. Hausaufgabenhefte und angeknabberte Brötchenreste liegen auch dort. Er sieht gelinde gesagt leicht angespannt aus. Die Küche liegt im Chaos, der Wäschekorb quillt über. Die Kinder fallen mir Mami-Mami rufend in die Arme. Mein Mann ringt kurz um Fassung, begrüsst mich aber liebevoll mit einem Kuss und fragt: „Hatte Dein Flug wieder Verspätung? Wie war denn die Ausstellungseröffnung in New York? Hat Diane von Fürstenberg das Bild nun gekauft?” Ich kicke die High Heels in die Ecke, lege den Schmuck ab und schlüpfe in meine gemütlich Hose. Versunken in die rosa Samtcouch mit Kind auf dem Schoß, höre ich mir die Leidensgeschichte der letzten drei Tage an. Ich tröste Ihn: „Aber Schatzi, Du hast doch immer davon geträumt, dass wir die Rollen tauschen. Nun ist es soweit und ich bin der Hauptverdiener. Du arbeitest doch noch – zwar Teilzeit, aber dafür bist Du jetzt einfach mehr zu Hause mit den Kindern. Wie hast Du vor fünf Jahren immer zu mir gesagt: Genieß die Zeit!” Ok! Scherz beiseite. Aber im Grunde ist es schon so, dass ich mich seit dem ich Mutter von zwei Kindern bin, beruflich nicht mehr selbst so unter Druck setzen möchte. Ich stecke mir heute lieber kleine Ziele und bin froh für jedes Häkchen, was ich an meine To Do Liste setzen kann. Vieles von dem was mir früher wichtig war, brauche ich heute nicht mehr und dazu gehört vor allen Dingen: Stress durch Leistungsdruck.










