ABURY aus Berlin bringt aufregendes Designs und traditionelle Handwerkskunst zusammen. Das Konzept dieser besonderen Boutique, die einen Teil ihrer Kollektionen auf SugarTrends verkauft, beinhaltet aber noch mehr: Anhand der Profite werden soziale Projekte in den Regionen der Kunsthandwerker unterstützt und zugleich der interkulturelle Austausch gefördert. Erfahrt mehr über dieses spannende Projekt anhand unseres Store-Interviews mit Andrea Bury.

1. Liebe Andrea, erklär uns und Deinen Kunden doch kurz das Konzept hinter ABURY.
Das Konzept ist ziemlich einfach: Wir geben jungen Designern Stipendien, um für zwei bis drei Monate mit Kunsthandwerkern in einem anderen Land zu arbeiten – bisher arbeiten wir in Marokko, Ecuador und Rumänien. Daraus entstehen einzigartige, handgemachte Kollektionen, die wir verkaufen. 50 Prozent des Profits über die ABURY Foundation werden in Bildungsprojekte vor Ort re-investiert. Alles, was man bei uns findet, basiert auf unseren drei Säulen: Innovatives Design – Exklusiv handgemacht – Mit sozialem Impact.

2. Wie kamst du dazu, dein Label und den Laden zu gründen und was hast du vorher gemacht?
Ich habe Wirtschaftswissenschaften und Kulturmanagement studiert und habe mich 1999 bereits selbständig gemacht mit einer kleinen Kommunikationsagentur. Mit Fashion und Kunsthandwerk hatte ich da noch wenig zu tun, ich war eher im Sport- bzw. Musikumfeld unterwegs. 2007 bin ich dann nach Marrakesh, um ein Riad – ein altes Haus in der Medina – zu renovieren. Wir haben das nur mit Kunsthandwerkern aus der Nachbarschaft umgesetzt. Fasziniert von den Arbeiten, habe ich begonnen, handbestickte Vintagetaschen zu sammeln. Viele meiner Freundinnen in Deutschland fanden die toll. Und da ich durch die Zusammenarbeit mit den Handwerkern auch deren Nöte kannte, ist die Idee entstanden, das alte Handwerk mit jungem Design zu aktualisieren und diese dann zu verkaufen und den Menschen damit zu ermöglichen, mit ihren Fähigkeiten in eine gute Zukunft zu gehen – und sich diese selbst zu verdienen.

3. Du machst auch noch weitere spannende Projekte in Marokko, oder?
Ja – abgesehen davon, dass ich das Haus immer noch als Boutique-Hotel führe (www.anayela.com), haben wir mit der ABURY Foundation dort schon viele schöne Projekte umgesetzt. Begonnen haben wir mit der Unterstützung eines Brunnenbaus und der Installation einer Solarpumpe, die wir über einen Spender finanzieren konnten. Seit 2013 betreiben wir auch eine Schule im Atlasgebirge, in der im Moment 40 Frauen und 60 Kinder lesen und schreiben lernen. Da wir das nicht alles selbst finanzieren können, kreieren wir auch immer wieder schöne Projekte, um Funds zu sammeln – eines davon ist www.portraid.org, bei dem wir zusammen mit bekannten Fotografen Portraits von Menschen mit einem Problem machen. Durch den Kauf des Portraits wird das Problem gelöst (z.B. wurden so 80 Kunsthandwerker an grauem Star operiert).

4. Was ist gerade dein Lieblingsprodukt bei Dir im Laden?
Ach das ist so schwierig 😉 Ich liebe die Berberbags (vintage und neu) denn sie sind so individuell und besonders. Und unseren Shopper – den habe ich auf allen Reisen mit dabei, weil man ihn so geschickt auf den Trolley stellen kann mit der Schlaufe hinten.
5. Warum sollte man dich unbedingt mal im Laden in Berlin besuchen kommen?
Man sollte unbedingt mal bei uns im Laden vorbeikommen, weil es hier hinter jedem Produkt eine Geschichte gibt. Man kann über die Geschichten der Produkte so viel über die Länder und die Menschen hinter den Produkten erfahren! Außerdem sind viele Produkte sehr haptisch – es macht einfach Spass sie mal anzufassen und die Liebe zu spüren, die die Menschen, die sie produzieren, reingepackt haben!

Wow – auf so viel Unternehmergeist gepaart mit sozialem Engagement trifft man selten. Vielen Dank für das Interview, Andrea! Wenn ihr von den außergewöhnlichen Designs bei ABURY genauso begeistert seid wie wir, solltet ihr unbedingt bei Andrea im Laden oder in ihem Onlineshop auf SugarTrends vorbei schauen. Wir versprechen, es lohnt sich 😉





