Hinter jedem unserer Läden gibt es eine besondere Geschichte. Diese Woche erfahren wir in unserem ‘Laden der Woche’-Interview Interessantes über Erika: Erika ist die Frau hinter Bizar – dem wunderschönen & bunten Laden im Belgischen Viertel in Köln. Es ist eine Geschichte über den Wandel, über Kolumbien und über den ambitionierten Willen einer starken Frau, der Welt einen neuen Blick auf Kolumbien zu geben – einem Land voller Magie & Schönheit.

Man taucht wirklich in eine neue, ganz eigene Welt ein, wenn man Erika im ‘Bizar’ besucht. Der wunderbare Laden ist voller einzigartiger, handgemachter, kolumbianischer Produkte. Bei Erika findet man aber nicht nur tolle, einheimische Produkte und besondere Materialien wie Caña Flecha und Tagua, sondern auch fundierte Erklärungen und Hintergründe zu den speziellen Produkten.
Auch unsere Ohren werden im Bizar verwöhnt: Schöne, traditionelle und zeitgenössische Musik gibt es hier eigentlich immer zu hören. Dieser Ort geht einem so schnell nicht aus dem Gedächtnis.
Schaut vorbei, er ist definitiv einen Besuch wert. Auch ihren SugarTrends-Shop solltet ihr unbedingt besuchen und das Beste ist, hier erhaltet ihr ab heute bis zum 9.4. Einen 20%igen Rabatt auf ihr gesamtes Produktsortiment. Gebt dazu einfach ‘Bizar2017’ bei eurer Bestellung ein.

Und nun lasst uns die Reise gemeinsam starten!
1.Erklär uns doch kurz das Konzept von eurem Laden.
Bizar ist ein bunter Mix zwischen Tradition & Moderne. Ich glaube fest an Sustainable & Fairness, liebe Handmade und finde Kunsthandwerk faszinierend. Meine Vision kann man auch als avantgardistisches Kunsthandwerk bezeichnen, ich versuche alte Traditionen modisch neu zu definieren, um die alte Kunst zu retten und zu bewahren.
In Bizar findet man Taschen, Schuhe, Schmuck, Bekleidung, Accessoires und Geschenkideen… von allem etwas und das alles sozial korrekt! Mit unserer Arbeit werden Familien und kleine Unternehmen in Kolumbien und Südamerika unterstützt und gefördert, das ist mir sehr wichtig.
2. Gibt es Produkte, die es nur bei euch im Laden gibt? / Wie kommt ihr auf den Namen Bizar?
Fast alle unsere Schätze findet man nur bei uns, es gibt natürlich einige klassische Kunsthandwerksarbeiten, aber meistens sind auch eigene Entwürfe und Kreationen darunter und dadurch nur bei uns erhältlich. Bizar ist etwas seltsam, kurios und einzigartig. So denke ich sind alle unsere Produkte und all das natürlich mit dem Colombian Style. Daher unser Name Bizar – Colombian Style. 😉
3. Wie kamt ihr dazu, Bizar zu gründen und was habt ihr vorher gemacht?
Damals, vor 8 Jahren, als die Idee aufkam, war ich in meinem beruflichen Leben etwas verloren. Ich habe in Kolumbien Psychologie studiert und ganz brav mein Diplom gemacht danach habe ich Verschiedenes ausprobiert. Am Ende war ich von der Welt der Trend-Recherche und dem Konsumverhalten beeindruckt. Dann hat mich die Liebe getroffen und plötzlich war ich in Deutschland. Hier habe ich Deutsch studiert, versucht mein Diplom anerkennen zu lassen, aber Gott sei dank hat´s nicht geklappt! Ansonsten wäre meine Geschichte anders. Die Bürokratie war mir zu anstrengend, ich war traurig und enttäuscht, habe aufgegeben und habe entschieden einfach zu arbeiten.
Ich habe eine Anstellung in Bonn gefunden und bin nach Bonn umgezogen, aber nach einiger Zeit war mir klar: Ich muss mich selbständig machen und die Welt retten. 😉 Ich fand die Mode trist, eintönig und auf jeden Fall zu dunkel… also kam die Idee: so viele Menschen in meinem Land machen eine wunderbare Arbeit und haben so viel Potenzial das hier keiner kennt.
Wenn man Kolumbien erwähnt hat, haben alle immer nur an Guerrilla, Pablo Escobar und Koks gedacht, die dunklen Schatten und der schlechte Ruf meines Landes haben mich ständig verfolgt und genervt. Und in diesem Moment wurde Bizar geboren! Es war ein Weg, mich professionell zu entwickeln, anderen Menschen zu helfen und der Welt zu zeigen, wie großartig und vielfältig meine Heimat ist. Danach hat mich die Welt der Mode fasziniert, habe eine kleine Ausbildung in Mode-Design hier in Köln gemacht und hier bin ich nun. Ich bin eine glückliche und stolze Köln-Kolumbianerin, Psychologin, Modedesignerin, Laden-Besitzerin seit über 6 Jahren und eine Botschafterin für beide Heimaten. 🙂 Der Weg war hart – es hat sich aber gelohnt, diesem Weg zu folgen.
4. Was ist gerade euer Lieblingsprodukt bei euch im Laden?
Das ist eine sehr schwierige Frage. Für mich oder für die Leute? LoL. Die Hüte aus Iraca sind immer sehr beliebt. Der Geruch nach Panamastroh und die Farben sind definitiv eine explosive Mischung mit liebevollem Charakter. Bei Bekleidung geht der Rock „Cusco” gut, es ist ein wunderschöner Tellerrock aus einem traditionellen peruanischen Stoff. Das ist einfach ein Killer! Bei Accessoires sind auf jeden Fall die “Cana flecha bracelets” besonders in metallic und die bunten Taschen aus Leder und die verschiedenen Kunsthandwerke sind auch immer stark im Rennen.
5. Warum sollte man euch unbedingt mal im Bizar in Köln besuchen kommen?
Ein Besuch in Bizar lohnt sich auf jeden Fall! Man findet immer etwas Spezielles und Individuelles und dabei fühlt man sich wie in Kolumbien und kann viel über unsere Art & Weise entdecken. Aber das ist typisch Köln! In Köln findet jeder sein zu Hause, weil “wir Kölner” multikulti tuttifrutti sind. Außerdem ist das Belgische Viertel in Köln „das Mode-Viertel“ und das Rathenauviertel ist auch bekannt für seine kleinen Lädchen und ich befinde mich genau da in der Mitte, also quasi ein Muss für Mode-Interessierte die keine Massen-Waren suchen und lieber abseits des Mainstreams shoppen. Im Viertel haben wir Alles zu bieten von Kolumbien bis Korea und alles was dazwischen liegt.
Think global shop lokal! Auf jeden Fall sehr interessant.









