AA-collected ist der Ort für exklusive, unabhängige Designer in Berlin. AA-Collected steht für die enge Verzahnung von Design, Produktion und Kunden. Bei AA gibt es neben exklusivem handgemachten Schmuck, extravagante Kleidung und Designprodukte zum Anfassen. Die Produkte werden bei AA nämlich nicht nur verkauft, sondern auch selbst designed und hergestellt. Durch das integrierte Studio hat der Kunde sogar die Möglichkeit, den Prozess live zu sehen und einmal hinter die Kulissen der einzigartigen Schmuckkreationen zu schauen und dem Designer direkt Feedback zu geben. Im Interview mit Designerin Milli erfahrt ihr alles über die Idee des besonderen Ladens und wie die Designer-Community versucht, kleine unabhängige Labels zu fördern.

1. Milli, bitte erkläre uns kurz das Konzept deines Ladens:
AA-Collected ist ein Designer-Fokussiertes Studio und zugleich Agentur und Concept Store – von Designern geführt und mit über 20 rotierenden Brands, die die Produktauswahl stetig variieren lassen – von Frauen- und Männerbekleidung bis hin zu Schmuck, Kunst und Designobjekten. Insgesamt wird das Studio von fünf in-house Schmuck-Designern genutzt, die den Laden auch gemeinsam leiten – all ihre Produkte werden vor Ort designed, produziert und verkauft. Der Ethos der Designer-Community ist der starke Glaube daran, es solle eine bessere und direkte Verbindung von Design zur Produktion bis hin zum Kunden geben. Dies ist auch ein Grund, warum Kunden immer einen der Designer im Laden antreffen, so können sie Design und Prozess ihrer Arbeit direkt diskutieren. So bekommt nicht nur der Kunde echte Insights zum Produkt und zur Arbeit, sondern auch der Designer erfährt zugleich wertvolles Feedback.

2. Wie kam es dazu, dass ihr den Laden gegründet habt?
Das Konzept von Designer-geführten Concept Stores gewinnt zunehmend an Popularität, da die aktuelle Modeindustrie hauptsächlich für etablierte Luxus-Marken oder “fast fashion” arbeitet. Dabei bleiben unabhängige, kleinere Designer oftmals auf der Strecke. Die konkrete Idee hinter AA ist durch die Kombination von ähnlichen Konzepten wie Flying Solo in New York und Studio Herzberg in Berlin und meiner Erfahrung aus der Arbeit bei Temporary Showroom in Berlin, ein Concept Store, der gleichzeitig auch Presseagentur ist, entstanden.

3. Sugartrends steht für #shoplocal – inwiefern unterstützt ihr unser Konzept/ was bedeutet für euch #shoplocal?
Lokaler als bei uns geht es kaum: Durch unsere in-house Schmuck-Werkstatt und durch unsere Produktion, die direkt vor Ort stattfindet unterstützen wir genauso wie Sugartrends das #shoplocal Konzept. Wir prägen das Konzept außerdem auch im weiteren Sinne, da wir uns nicht nur darauf beschränken, mit lokalen Marken zu arbeiten, sondern auch die Chance nutzen, Fashionweeks in Riga, Latvia und Tel Aviv besuchen – dadurch repräsentieren wir auch internationale Marken. Unser Fokus liegt auf unabhängigem Design und hoher Qualität der Handwerkskunst zu angemessenen Preisen.

4. Habt ihr Produkte, die man nur bei euch findet?
Natürlich, unsere Kleidungslabels werden alle nachhaltig produziert, indem z.B. Stoffreste größerer Modehäuser genutzt werden. Somit ist ein Style immer limitiert auf die Verfügbarkeit des exklusiven Stoffes. Außerdem sind die meisten unserer Marken kleiner oder sich aktuell entwickelnde Marken, so dass wir deren einziger Lager sind – somit sind im Grunde alle Produkte, die wir führen, äußerst exklusiv.

5. Was ist gerade euer Lieblingsprodukt im Laden? Was mögen die Kunden bei euch am liebsten?
Das ist eine sehr, sehr schwierige Frage. Alles in unserem Laden wird mit ganz viel Liebe und Hingebung ausgewählt, deswegen gibt es keinen Favoriten. Aktuell verkaufen wir aber die Parfums von Abel Odor sehr gut – sie sind unglaublich und bestehen nur aus natürlichen Zutaten. Außerdem ist die Kollektion des lokalen Designers Marco Scaiano, maßgeschneiderte Männerkleidung, relativ unisex. Jedes Teil ist handgemacht und hand-dyed in Berlin. Alle Produkt zeugen von hoher Qualität und die Preise sind angemessen.
6. Warum sollte man euch unbedingt mal in eurem Laden besuchen kommen? Gibt es etwas Besonderes bei euch im Laden oder in eurer Stadt?

Ich denke, die Tatsache, dass Designer im Laden selbst arbeiten, macht es äußerst spannend für Kunden, uns zu besuchen. Ich persönlich liebe es, die Menschen, die hinter den Produkten stecken, persönlich zu treffen, um mit ihnen über ihre Produkte und Prozesse zu sprechen. Das inspiriert mich. Wenn ihr Glück habt, dürft ihr sogar mal einen kleinen Peak in unser Studio, hinter die Kulissen werden, um unser Team kennenzulernen oder es gibt Afterwork Drinks – wir verstehen uns als Community – nicht nur als Shopping experience.




