Browsing Tag

Cocktails

    Lifestyle Local Stores Travel

    Alle reden über Gin – Aber was steckt hinter dem Trend?

    May 23, 2017

    Seit einigen Jahren sprießen kultige Gin-Bars in den Metropolen aus dem Boden und selbst das Sortiment des örtlichen Supermarktes füllt sich nicht nur noch mit Gordan’s and Bombay Gin. Was früher noch als typisch britischer und vielleicht sogar langweiliger Longdrink galt, genießt mittlerweile Kultstatus in Bars überall auf der Welt, und Deutschland mischt ganz vorne mit bei den neusten, coolsten und leckersten Gin-Produzenten – vom Monkey’s 47 aus dem Schwarzwald, Ferdinands Gin aus dem Saarland bis hin zum The Duke aus München. Aber es gibt noch so viele Sorten verschiedenster vor allem kleiner Destillerien, dass wir uns mit unserem Spezialisten Franz vom Spirituosen Spezialisten Szenedrinks aus München rangesetzt haben, für Euch eine Zusammenstellung über die angesagtesten Gins zu machen und über Gin und Tonic Mischungen zu sprechen, und was man sonst noch so alles wissen sollte rund um das Hype-Thema Gin.
    -gin-tasting-set-10-miniaturen-21

    Gin-Herstellung
    Gin2
    Gin wird aus Neutralalkohol hergestellt, der bei einem natürlichen Gärungsprozess entstanden ist (Alkohol, der z.B. aus Getreide gewonnen wird und für die Gin-Herstellung mind. 96% Vol. aufweist). Diesem Alkohol werden die sogenannten Botanicals (Kräuter)  beigemischt, wobei den klassischen Gins die Hauptgeschmacksnote Wachholderbeeren zu Grund liegt. Die Beimischung der Wachholderbeeren und Gewürze kann durch 3 Verfahren geschehen:
    Mazeration: direkte Beimischung bzw. Einlegen der Aromageber im Alkohol (z.B. durch direktes Einmischen oder Reinhängen im Sieb)
    Digestion: Einkochen der Aromageber im Alkohol
    Perkulation: Zusammenbringen des Alkohol- und Wasserdampfes mit den Aromagebern über verschiedene Siebe oder Aufgießen des heißen flüssigen Alkohols über die mit den Aromagebern gefüllten Siebe Das dritte Verfahren ist die aufwendigste Variante und produziert den sanftesten Geschmack. Nur durch Perkulation produzierter Gin darf sich Destilled Gin bezeichnen. Generell gilt für jeden Gin ein Mindestalkoholgehalt von 37,5%.

    Die unterschiedlichen Gins
    Die heute am meistverbreiteten Gin Varianten sind der
    London Dry Gin: Hinzufügen aller Botanicals erfolgt auf einmal, wobei künstliche Aroma- und Farbstoffe nicht erlaubt sind. Zuckerhinzufügung muss dabei äußerst gering ausfallen (0,5g pro Liter)
    z.B. Tanqueray Bloomsbury, August, 5 Continents Gin
    Dry Gin: Ungesüßter Gin mit sukzessiver Zufügung der Botanicals, wobei das Hinzufügen von künstlichen Aroma und Farbstoffen erlaubt ist.
    z.B. Botanist, Letherbee, omg
    New Western Dry Gin: Weiterentwicklung der Dry Gins, bei der die Wachholdernote durch andere Aromaträger in den Hintergrund gerät. Die meisten der über 217 deutschen Gins sollte man eher dieser Kategorie zuordnen, obwohl das „Western“ eigentlich bei keinem Gin im Namen oder der Beschreibung auftaucht z.B. The Duke, Hoos Pink Grapefruit, Ferdinands, Monkey 47

    Weniger bekannt sind Plymouth Gin (der Gin muss aus dem Gebiet rund um Plymouth kommen), Old Tom Gin (der ursprüngliche Gin aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der durch die Zugabe von Zucker süßer ist, als die gängigen Gins), Genever (hauptsächlich aus Holland stammender Gin, der je nach Verfahren sehr malzig schmeckt so wie der Bobby’s oder eher nach einem klaren Kornbranntwein mit wenig Wachholdernote), Sloe Gin (eigentlich ein etwas süßerer Likör mit Alkoholgehalt zwischen 15-30% wie der Monkey 47 Sloe) sowie Reserve Gins (Gins, die in Holzfässern lagern, bevor sie abgefüllt werden).

    Allgemeine Tips zum Gin-Tonic mischen und trinken

    Mix it, Baby!
    Also ursprünglich wurde Gin zum Tonic gemischt, weil das chinihaltige Getränke so bitter war, dass die Seefahrer, denen das Chinin gegen Skorbut helfen sollte, es sonst nicht getrunken hätten. Heute hat sich das etwas verlagert. 🙂
    Gin3
    Quelle: www.coktailbart.de

    Gesundheitsfördernd: 6 Gründe warum wir mehr Gin trinken sollten
    Unglaublich aber wahr: Dank der Anti-Oxidantien, die im Gin enthalten sind, werden freie Radikale im Körper neutralisiert, und dabei wird u.a. der vorzeitien Hautalterung vorgebeugt. (Quelle: wienerin.at)

    Für einen guten Gin-Tonic bietet sich meist ein Mischverhältnis von 1:3 an – also z.B. 40ml Gin, 120ml Tonic. Wem das zu stark ist, sollte auf ein 1:4 ausweichen. Darunter wird jedoch der spezielle Gingeschmack zu stark vom Tonic überlagert.
    Das Tonic sollte wenn möglich bereits gekühlt sein.
    Zunächst 3 Eiswürfen in das gewünschte Glas geben, dann Gin dazugeben und anschließend mit dem Tonic auffüllen. Je nach Gin kann nun mit Zitrone bzw. Limette (da scheiden sich bei manchen schon die Geister) z.B. beim Bombay Saphire, oder Feel bzw. mit Gurke z.B. beim Hendrick’s, Monkey 47 oder generell mit Zitronenzeste verfeinert werden. Exoten wie der G-Vine Floraison werden am besten mit einer Orangenscheibe ergänzt. Gins wie der Ferdinand’s Saar kommen dagegen am besten ohne Einlage aus. Das Finetuning kann auch noch z.B. mit frischem Pfeffer bei der Gurkenvariante oder mit Rosmarin bei Zitronevarianten und mediteranen Gins wie dem Gin Mare weitergeführt werden.
    Tolle Ideen zum Gin & Tonic Mischen findet Ihr auch unter www.cocktailbart.de oder bei www.season-heidelberg.de.

    Das richtige Tonic zum Gin finden
    Die drei großen Tonic Hersteller, die man kennen sollten, heißen
    Schweppes: Starkes Prickeln durch viel Kohlensäure und kräftiger Bitternote sind typisch für das sicherlich meist verbreitete Tonic Water.
    Fever Tree: Das Fever Tree Mediterranean Tonic ist ein mildes Tonic mit viel Zitrusnoten und kaum Bitterkeit. Eignet sich daher sehr gut zu klassischen Dry Gins mit viel Wachholderanteil aber auch kräftigen Gins. Sein großer Bruder ist das klassische Fever Tree Indian Tonic, was süße und bittere Eigenschaften kombiniert und nicht so aufdringlich wie ein Schweppes oder Thomas Henry wirkt.
    Thomas Henry: Bitteres kräftiges Tonic mit viel Zitrusnoten und ausreichend Kohlensäure verleihen dem deutschen Tonic eine immer größer werdende Beliebtheit.
    Aber auch die Tonics von Fentimans and 1724 trifft man immer häufiger an. Exoten, aber auch sehr lecker sind Three Cents aus Griechenland und East Imperial aus Neuseeland. Welche Sorten unserer Meinung nach zum jeweiligen Gin passen, könnt Ihr der Beschreibung einzelner Gins im Folgenden entnehmen.


    Vorstellung einiger interessanter Gins

    Gin4
    Mom Gin: Dieser Gin ist eine Hommage an die Mutter aller Gin Fans, Queen Mum.  Und ihrem Leitspruch “God save the Gin “ macht dieser Gin alle Ehre. Gin Mom. Dieser Gin ist fruchtig und rebellisch, elegant und fesch, fein und attraktiv, aristokratisch und modern, spielerisch und markant, spannend und feminin, explosiv und einfach sexy. Mom ist ein 4-fach über Kupfer destillierter Premium-Gin. Das Aroma roter Beeren und die exotischen Botanicals verleihen ihm seine sanfte Natur, Reinheit und königliche Klasse.
    Herkunft: Spanien Alkoholgehalt: 39,5%
    Passendes Tonic: Thomas Henry Cherry (wer es noch süßer mag) oder schlichtes Fentimans Tonic
    Typischer Trinker: Cocktailliebhaber, Sweathearts, Frauen

    Gin5
    Monkey 47: Einer der größten Schätze ist Monkey 47, ein Gin aus dem Schwarzwald, der sowohl mit 47% vol. alc. als auch 47 ausgewählten Ingredienzen aufwartet. 47% vol. alc. gilt in der Gin Welt als idealer Alkoholgehalt, um zu garantieren, dass sich die Aromen der zugefügten Botanicals auszubreiten vermögen, ohne, dass ein zu hoher Alkoholgehalt den Genuss trübt. Monkey war einer der Wegbereiter des Gin Kultes in Deutschland und ist durch seine kräftige Kräuternote unverkennbar.
    Herkunft: Deutschland Alkoholgehalt: 47,%
    Passendes Tonic: Fentimans oder Thomas Henry
    Typischer Trinker: Extrovertierte Ginliebhaber, Männer, Kräuterfans

    Gin6The Duke: The Duke Munich Dry Gin ist einer dieser New Western Gins, die auch mal andere Noten ins Spiel bringen möchten. Als Ginliebhaber und Freunde des Hopfens haben die Macher aus München einen klasse Gin kreiert, der sich nur sehr langsam aus Mundraum und Nase verabschiedet. Seine würzigen Noten sind auch noch lange nach dem eigentlichen Genuss zu spüren und bereichern Körper und Seele zu gleichen Teilen. Die strenge Kontrolle während der Produktion ist das Erfolgsgeheimnis der Destillerie von The Duke.
    Herkunft: Deutschland Alkoholgehalt: 45,%
    Passendes Tonic: Eigentlich jedes Tonic
    Typischer Trinker: Ginfans mit Liebe zu Bier und Kochen

    Gin7
    The Illusionist: Ein neuer Gin aus München-Glockenbachviertel: Erlebe Dein blaues Wunder! Warme Aromen von Wacholder, Macis und Angelika, Noten von Rosmarin und Lavendel prägen diesen Gin. Eine blaue Blüte vom anderen Ende der Welt versetzt ihn in ein tiefes blau. Mische ihn, z.B. mit Tonic, und er ändert seine Farbe in ein sanftes Rosa.  4 Hände, 14 Botanicals, 1 Gin. Deine Illusion. Alles natürlich, toller Showeffekt und dazu schmeckt der Illusionist vorzüglich.
    Herkunft: Deutschland Alkoholgehalt: 45%
    Passendes Tonic: Trockenes Tonic wie Plose
    Typischer Trinker: Einsteiger & Pros, Verliebte und Verführer

    Gin8Ferdinand’s: Wenn Weintrinker zu Gin-Fans werden, sollte man genauer hinschauen. Der Ferdinand’s Saar Dry Gin ist nicht nur mit einem Weinkorken verschlossen, sondern überrascht auch mit Ingredienzien aus dem Weinbau – genauergesagt  vom Rießling, der ja bekanntlicherweise im Saarland verbreitet ist. Es entströmen der klaren Flüssigkeit Nuancen von Wacholder, Frucht und etwas Säure. Das anregende, runde Aroma ebnet den Weg für den stimmigen Geschmack, der von fruchtiger Frische und Kamille geprägt ist. Lavendel und Holunder tragen zum floralen Gesamteindruck bei, wobei die pikanten Wacholderbeeren bis zum letzten Schluck präsent sind.
    Herkunft: Deutschland Alkoholgehalt: 44%
    Passendes Tonic: Kräftiges Tonic wie Fentimans, Dr. Polidoris
    Typischer Trinker: Connaisseur, Weinliebhaber

    Gin9Windspiel:
    Der erste deutsche Gin, der nicht auf Getreide- sondern Kartoffelbasis entsteht. Hund und Kartoffel sind eine Hommage an Friedrich den Großen, dem die Kartoffel half, seine Soldaten zu ernähren, und der Windhund zu seinen liebsten Tieren zählte.
    Der alte Fritz brachte uns die Kartoffel, so dass wir heute sogar Gin daraus herstellen können. Klassische Wacholderbeeren, Zitrone und Koriander vereinen sich mit in der Vulkanerde gereiften Kartoffeln und ergeben ein traditionelles und doch feines Dry Gin-Aroma. Der Charakter ist von Zimtrinde und Lavendel sowie weitere Botanicals – nach einer Geheimrezeptur des Destillateurmeisters – geprägt.
    Herkunft: Deutschland Alkoholgehalt: 47%
    Passendes Tonic: Fentimans, Fever Tree, 1724
    Typischer Trinker: Klassische Gintrinker mit Hang zu Exzentrik, Hundebesitzer, Friedrichs

    Gin10
    Bombay Sapphire: Der Klassiker unter den Gins, und in der starken 47% Variante erstaunlich mild und geschmacksvoll für einen London Dry Gin. Die wahrscheinlich bekannteste Ginmarke mit Rezeptur aus dem 18. Jahrhundert sollte eigentlich in keiner Hausbar fehlen, die sich etwas aus verschiedenen Gins macht. 10 Botanicals u.a. Wacholder, Schwertlilie, Angelica, Koriander reichen diesem Schwergewicht aus, um in jedem Longdrink, Cocktail oder eben Gin-Tonic zu glänzen.
    Herkunft: England Alkoholgehalt: 47%
    Passendes Tonic: Thomas Henry, Fever Tree
    Typischer Trinker: Traditionalisten, Briten und Linkshänder


    Gin11
    Bars, die einen guten Gin Tonic machen

    Fan, Connaisseur oder Laie: Gin Tonic sollte man natürlich auch auswärts trinken. Aber nicht jede Bar macht das so richtig gut. Daher stellen wir Euch ein paar zusammen, bei denen wir schon exzellente Gin & Tonice Varianten getrunken haben.

    Wer in Berlin unterwegs ist, sollte da einen Abstecher in der Monkey Bar im Bikini House machen. Cooles Ambiente, leckere Snacks und eben gute Drinks. Und einen Monkey 47 mit Blick auf das „Monkey-Gehäge“ des Zoos zu genießen, das hat schon was.

    In Heidelberg bietet sich das Season an, die wirklich wert auf guten Gin legen und sich bei den Mischungen auskennen. Dazu gibt es saisonales Essen und eine Lage mitten im Herzen von Heidelberg.

    In Hamburg wird man u.a. in der Heritage Bar des Meridien Hotels fündigt. Bei Cocktails und leckeren Gin-Tonics mit Blick auf die Alster lässt es sich doch gut aushalten.

    Kölner Nachtschwärmer und Gin Fans kommen bei Bumann & Sohn in Ehrenfeld auf ihre Kosten. Wer im Belgischen Viertel unterwegs ist, sollte unbedingt bei Pepe vorbeischauen. Beim Startup Salista könnt Ihr Euch außerdem anmelden, um zu erfahren, wo gerade in Köln Gin-Tonic Special zu bekommen ist. Bald dann auch in anderen Städten.

    Die Münschner Ginliebhaber sollten mal in der Golden Bar, dem Zephyr oder im Herzog vorbeischauen. Ein tolle Kombination aus Bar und Restaurant bietet das Pacific Times.

Website Design and Development CompanyWedding Dresses Guide