
Anastasia, als Country Manager Germany kennst du Leetchi sehr gut – was genau macht das Konzept von Leetchi aus?
Anastasia Heilmann: “Bei Leetchi kann Jedermann einen privaten Spendenaufruf oder ein persönliches Crowdfunding starten. Leetchi wird aber auch im privatem Umfeld genutzt, um Geld für Gruppengeschenke, Feiern, Reisen oder den JGA zu sammeln, da es die Organisation für alle Teilnehmer vereinfacht.”
Wie kann man mitmachen?
Anastasia: “Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder man hat selbst einen Herzenswunsch, möchte ein Gruppengeschenk organisieren oder eine Spendenaktion starten. Dann kann man einen Pool erstellen, den Link teilen und so Menschen für sein Vorhaben gewinnen. Oder man möchte jemanden unterstützen, der solch einen Pool erstellt hat. Dann kann man sich einfach an einer Sammelaktion beteiligen.”

Wie ist Leetchi entstanden?
Anastasia: “Unsere Gründeren, Céline Lazorthes, hatte die Idee mit 26 Jahren während Ihres Studiums. Sie war für die Organisation eines Kennenlern-Wochenendes der Uni verantwortlich und stellte fest, dass es sehr umständlich ist, das Geld von so vielen Personen einzusammeln: man muss seine Bankdaten preisgeben, es gibt keine zentrale Stelle für die Kommunikation, manche vergessen zu überweisen und man muss dem Geld hinterherlaufen. Da war die Idee für Leetchi geboren!”

Welches ist eure schönste Kundengeschichte?
Anastasia: “Wir haben unglaublich viele schöne und interessante Geschichten! Vergangenen Monat wurden über Leetchi beispielsweise 16.000 Euro für einen Blumenstrauß gesammelt. Es hört sich nach einem Scherz an, ist aber wahr! Eine Pariser Dame hat nach dem Paris-Attentat in einem Fernsehinterview treffende Worte gefunden, die vielen aus dem Herzen gesprochen haben. Einige Twitterer entschieden sich, sich bei der Dame mit einem Blumenstrauß zu bedanken und haben einen Pool bei Leetchi eröffnet, der plötzlich unerwartete Dimensionen angenommen hat: 1.800 Teilnehmer, 16.000 Euro. Danielle, die Dame, hat einen Strauß roter Rosen erhalten, möchte aber den restlichen Betrag spenden.

Ein anderes aktuelles Beispiel ist ein Pool, den eine Frau für Ihre Freundin erstellt hat. Die Freundin ist an Krebs erkrankt und gleichzeitig von Ihrem Mann verlassen worden, der auch noch Privatinsolvenz angemeldet hat. Sie hat zwei kleine Kinder und sitzt nun auf einem Schuldenberg, da sie kurz zuvor einen Hauskredit aufgenommen haben. Es haben sich über 1.000 Personen an dem Topf beteiligt. Die Aktion, die Kommentare uns das Ergebnis sind sehr emotional und rührend. Es ist schön zu sehen, wie sich Menschen – manchmal sogar Fremde – in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützen.”
Habt ihr einen Lieblingsladen in Berlin?
Anastasia: “Nicht nur Einen! Ich liebe den Second-Hand-Shop “Mini-Kaufhaus” im Wedding. Dort kaufe ich regelmäßig etwas: von einer Kommode, über Weihnachtsschmuck, bis hin zu Vintage-Apéro-Gläsern. Außerdem bin ich ein DÖRRWERK-Fan. Nicht nur, weil es ein Freund von mir gegründet hat, sondern weil sie Früchte retten und daraus gesunde leckere Snacks aus Fruchtpapier machen. Als Lakritz-Liebhaber schaue ich auch immer wieder gern bei Kadó vorbei und decke mich dort mit Süßholzraspel-Tee und Lakritz-Schokolade ein.”
Wir wünschen Leetchi weiterhin viel Erfolg und alles Gute!
Euer,
Sugartrends-Team



